Blog – Interview mit Lattich-Kennern

18.9.2017

“Lattich ist…”

Es ist Mitte September. Der „goldene Herbst“ lässt noch auf sich warten. Und auch der Abschluss einer glänzenden Lattich-Saison ist noch nicht ganz greifbar. Was aber mittlerweile gut zu fassen ist, sind einige Rückmeldungen, die von verschiedenen engagierten Mit-Lattichern zu uns kommen. Stellvertretend für viele, wollen wir Euch zwei davon präsentieren.

Adelheid Karli, die für HEKS auf dem Areal aktiv ist, meint: „Hier findet Integration durch Urban Gardening statt. Das geht dynamisch und bunt wüchsig und zart wuchernd über die Bühne.“ Andreas Rimle vom Verein Spielweg St. Gallen weiss zu schätzen, dass dieser auf dem Lattich-Gelände seinen 1. Teil eröffnen durfte. Und sogar Stadträtin Maria Pappa war mit von der Partie und hielt die Eröffnungsrede. „Wir schätzen das Miteinander im Lattich.“, sagt Rimle.

Als unmittelbarer Nachbar äussert sich Heinz Klaus: “Ennet dem Gleis bekomme ich die diversen Lattich-Aktivitäten aus nächster Nähe mit. Wirklich toll und bewundernswert, die kulturellen Veranstaltungen, die im Lattich auf die Beine gestellt wurden: Angefangen von Konzerten, Theater-, Film- und Tanzaufführungen über Ausstellungen, Flohmärkte bis hin zur Anpflanzung von Gemüse, Beeren und Blumen durch Asylsuchende. Und natürlich auch der sympatische Gastro-Betrieb mit der Möglichkeit zum Grillieren am offenen Feuer. Hätten die Appenzeller Bahnen uns Nachbarn nicht alle Übergänge zum Güterbahnhofareal versperrt, wäre ich bestimmt öfter im Lattich anzutreffen.”

Doch, so ehrlich wollen wir auch sein: Es ist nicht alles Gold, was glänzt. Zum Beispiel wurde erst kürzlich reifes Gemüse aus den HEKS-Hochbeeten entwendet…Die Gärtner sind verständlicherweise frustriert. Und wir auch, aber wir versuchen, es mit dieser Einsicht zu akzeptieren: Etwas Schatten gehört wohl dazu, wenn ansonsten so viel Licht ist.